Bitcoin-Miner als Prosumer Eine Frage staatlicher Regulierung? Dargestellt am Beispiel des Glückspielrechts

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Tina Ehrke-Rabel
Iris Eisenberger
Elisabeth Hödl
Lily Zechner

Abstract

Distribuierte Systeme, wie die Bitcoin-Blockchain, stellen das Recht vor neue Herausforderungen. Das disruptive Potential liegt unter anderem im Fehlen einer zentralen, verantwortlichen Kontrollinstanz, an die das Recht traditionell anknüpft, und im Verschwimmen der Rollen von „ProduzentInnen“ und „KonsumentInnen“ innerhalb des Systems.


Die Erzeugung von Kryptowährungen, wie Bitcoin, mittels „Proof of Work“ und die gleichzeitige Validierung von Transaktionen zwischen NetzwerknutzerInnen (sog „Mining“) ist ein Beispiel dafür, dass die rechtlich etablierten Kategorien heute für eine effiziente Rechtsdurchsetzung unzureichend sind.


„Mining“ kann rechtlich zwar als Glücksspiel iSd österreichischen GSpG eingeordnet werden. Konsequenz dieser Einordnung sind allerdings Probleme beim Vollzug des folglich anwendbaren Ordnungs-, Abgaben- und Strafrechts. Daraus wird geschlossen, dass die Regulierung von „Peer to Peer“-Systemen neue Lösungsansätze erfordert, sodass dem Staat seine rechtliche Steuerungsfunktion erhalten bleibt.

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