Authoritarian Liberalism

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Alexander Somek

Abstract

Angesichts der Reformen in der Eurozone greift dieser Beitrag den Begriff des „Autoritären Liberalismus“ wieder auf. Er wurde von Hermann Heller im Jahre 1933 verwendet, um die internen Zusammenhang zwischen dem ökonomischen Liberalismus und einem „starken Staat“ zu beschreiben. Dieser Begriff ist zur Erlangung eines angemessenen Verständnisses des neuen Regierens in der Wirtschafts- und Währungsunion heuristisch fruchtbar. Es ist sinnvoll von autoritärem Regieren auch dann zu sprechen, wenn diese nicht die äußeren Anzeichen staatlicher Repression trägt. Zwei Seiten des autoritären Liberalismus lassen sich unterscheiden. Während die eine Seite viel von Autorität an sich hält, sieht die andere Seite das autoritäre Regieren als etwas an, das gut für die Wirtschaft ist. Der Beitrag spekuliert abschließend darüber, ob die europäische Integration deswegen erfolgreich gewesen sein mag, weil sie geschickt zwischen beiden Seiten hin und her wechselte. Jedenfalls sollte es uns beunruhigen, wenn die europäische Integration sowohl profunde als auch zufällige autoritäre Züge trägt. 

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